PRESSE  //  Initiative und Fans in der Presse

Unser Anliegen und wir in den Medien

Salzburg. Österreich. International.


Presseartikel


10.02.2006   The Guardian   Developing the FC ethos beyond our borders
10.12.2005   fm5.at   Der SV Austria Salzburg ist wieder da!
01.12.2005   Ballesterer FM   Geschenktipps: Nein zum modernen Weihnachten!
25.11.2005   straight-up.at   "GOOD BYE, LEHEN"
22.11.2005   derStandard.at   
22.11.2005   Kleine Zeitung Online   
22.11.2005   Die Presse.com   
22.11.2005   News Networld   
22.11.2005   Sport1.at   
22.11.2005   sport.ORF.at   
20.11.2005   fm4.ORF.at   Journal '05: 20. 11. Sonntag.
18.11.2005   Salzburger Nachrichten   
18.11.2005   ballesterer FM   
31.10.2005   Salzburger Nachrichten   
30.10.2005   Il Romanista   Calcio perduto
30.10.2005   beobachter.ch   Der Kampf um Anerkennung
04.10.2005   fm5.at   Austria Salzburg 1933-2005
02.10.2005   Scotland on Sunday   The Salzburg hills are alive with the sound of protest
22.09.2005   Salzburger Nachrichten   
12.09.2005   oe1.ORF.at   
01.09.2005   Salzburger Nachrichten   
01.09.2005   Salzburger Nachrichten   K(r)ampf um das Leiberl
29.08.2005   11Freunde   Farbenbline Bullen
26.08.2005   SPIEGEL online   
26.08.2005   Salzburger Nachrichten   
25.08.2005   salzburg.ORF.at   Unfreiwilliger Leiberltausch
23.08.2005   Bild   Red Bulls spielen wie lahme Ochsen (...)
22.08.2005   Sporteconomy.it   Calcio Estero - La Red Bull "padrona assoluta" dell'SV Austria Salzburg (ital.)
22.08.2005   Sportventil.at   Zweiter Anlauf
21.08.2005   Kurier   Salzburgs Bullen geraten unter die Hufe
16.08.2005   Salzburger Nachrichten   Der Standpunkt: Die Wahrheit liegt jenseits der Outlinien [Leitartikel]
13.08.2005   Salzburger Nachrichten   Mehr als violette Stutzen
12.08.2005   Goal.com   
12.08.2005   Schwatzgelb.de   
11.08.2005   Wirtschaftsblatt   Die Eigentore von Red Bull werden zur Serie
10.08.2005   pressetext.at   Trikot-Streit: Initiative zeigt Red Bull die Stirn
09.08.2005   Wirtschaftsblatt   
05.08.2005   DerStandard   Zeitlupe: Salzburg gestern und heute
05.08.2005   Salzburger Nachrichten   Klub geht auf Fans zu
05.08.2005   DerStandard.at   Kompromiss im Farbenstreit in Sicht
05.08.2005   Kleine Zeitung online   
05.08.2005   Krone.at   
05.08.2005   kurier.at   Beruhigung im Farbenstreit
05.08.2005      
05.08.2005   News Networld   
05.08.2005   pressetext.deutschland   Red Bull Salzburg vor Kompromiss im Farbenstreit
05.08.2005   salzburg.ORF.at   Red-Bull-Kicker: Kompromiss in Sicht
05.08.2005   offside.at   Red Bull Salzburg - Einigung im Farbenstreit in Sicht
04.08.2005   When Saturday Comes   Letter from Austria
04.08.2005   Netzreporter.at   Lenkt Red Bull ein?
03.08.2005      
03.08.2005   Sportwoche   Salzburger Frustspiele
02.08.2005   DerStandard   
02.08.2005   Salzburger Nachrichten   
01.08.2005   Sportventil   Verkaufte Violette
01.08.2005   DerStandard   Das Discofieber von Salzburg
01.08.2005   Salzburger Nachrichten   "Wir sind Rapid! Wer seid ihr?"
01.08.2005   aon.at   
01.08.2005   schwatzgelb.de - das Fanzine   
30.07.2005   Salzburger Nachrichten   "Violette" Fans verordnen sich wieder Schweigen
30.07.2005   Salzburger Nachrichten   Ausverkauf der Tradition
30.07.2005   Salzburger Nachrichten   Interview
30.07.2005   Salzburger Nachrichten   Der Standpunkt: Red Bull muss den Salzburger Fans die Hand reichen
30.07.2005   Salzburger Nachrichten   
30.07.2005   Fussball-Forum.de   Red Bull Salzburg - Ein Kommentar
29.07.2005      Wechselspiele
29.07.2005   salzburg.ORF.at   Vereint im Protest gegen Red Bull-Farben
29.07.2005   Salzburger Nachrichten   Verbot elf Jahre nach dem Milan-Spiel
28.07.2005   News Networld   Violett oder Red-Bull-Rot: Neue Dimension im Streit um die Salzburger Stadionverbote!
28.07.2005   Wiener Zeitung   
27.07.2005   Pressemitteilung.ws   
27.07.2005   DerStandard.at   Hausverbote en masse bei Red Bull
25.07.2005   Wiener Zeitung   
25.07.2005   Ballesterer FM   
25.07.2005   fm4.ORF.at   Journal '05: 25. 7. Montag.
25.07.2005   allesaussersport.de   
23.07.2005      Ausverkauft
22.07.2005   Salzburger Nachrichten   Willkommen in der Business Class
22.07.2005   Ballesterer FM   Red Fools
22.07.2005   EDFF   
21.07.2005   DerStandard.at   Der Kaiser, der traut sich was
20.07.2005      Stierkampf
20.07.2005   Salzburger Nachrichten   Artikel aus dem Lokalteil, Seiten 4 und 5
20.07.2005   Vorarlberg online   Salzburg steht unter Druck
20.07.2005   salzburg.ORF.at   
19.07.2005   Kleine Zeitung   
19.07.2005   Kurier   
19.07.2005   Salzburger Nachrichten   Globalisierung in violett
19.07.2005   11Freunde   Salzburg: Stimmungsboykott pro Violett
19.07.2005   Salzburger Nachrichten   Violetter Stimmungs-Boykott in Salzburg
19.07.2005   offside.at   
19.07.2005   DerStandard.at   Salzburgs Heimpremiere mit Hindernissen
18.07.2005   Kleine Zeitung   
18.07.2005   Kurier   Glanz, Glamour und Prominenz
18.07.2005   Salzburger Nachrichten   
16.07.2005   Salzburger Nachrichten   
14.07.2005   Salzburger Nachrichten   Nun kommt der "Kaiser"
14.07.2005   Frankfurter Neue Presse   
14.07.2005   Bundesliga/APA   
13.07.2005   Sport1   Premiere geht daneben: Alle "Bullen" in der Sport1-Einzelkritik
12.07.2005   Wiener Zeitung   "Wir beginnen doch bei Null"
12.07.2005      
12.07.2005      
12.07.2005   Kurier   Proteste der Salzburg-Fans
12.07.2005   FM4   Der erste Tag in der neuen Klasse.
11.07.2005      
11.07.2005   Kurier   Tausche Tradition gegen Erfolg
11.07.2005   Kicker   
11.07.2005   Frankfurter Allgemeine Zeitung   
06.07.2005   Salzburger Fenster   Der 12. Mann
05.07.2005   Sport1   
05.07.2005   Sport1   
03.07.2005   Sportventil   Der Skandal
02.07.2005   Salzburger Nachrichten   
30.06.2005   Sport1   Mayrleb: "Auch Lokvenc muss sich erst beweisen"
23.06.2005   DerStandard   Skoceks Zeitlupe: Die kapitale Wende
20.06.2005   DerStandard   
18.06.2005   Kurier   Platzsturm von Salzburg-Fans
18.06.2005   Salzburger Nachrichten   Eklat bei erstem Salzburg-Test
11.06.2005   Ballesterer   
09.06.2005      
30.05.2005   DerStandard   "Wir wollen ja keinem die Show stehlen"
20.04.2005   Die Presse   Literatur im Sport: Red Bull Salzburg


Stadionwelt Magazin Nr. 14 Oktober 2005

Kommentar: Märtyrer?


Immer dann, wenn in der Foren eines beliebigen Vereins über eine Veränderungen im kommerziellen Sinne geredet wird, beschweren sich die Traditionalisten und werden nur kurz später als "ideologisch verbohrt", oder "fortschrittsfeindlich" eingestuft. "Geh’ doch Oberliga gucken" ist ein Satz der stereotypen Konversation.

Der Fall Salzburg zeigt aber: Die Wahrung von Werten wiegt mehr als die Perspektive auf besseren sportlichen Erfolg. Selbst wenn letzterer sich einstellt, wird er mangels Identifikation kaum zu genießen sein. Vereinsidentität bleibt somit ein schützenswertes Gut.

Diese Meinung teilt Red Bull nicht. Binnen kürzester Zeit haben sie Austria Salzburg umoperiert – neue Farben, neuer Name, neues Gründungsjahr. Hätten die Marketing-Abteilung des Konzerns eine Ahnung davon gehabt, wie Fans ticken, oder hätten sie nicht erwartet, dass sie so "funktionieren" wie bei den sonst von Red Bull gesponserten Eventsportarten, hätten sie statt der Radikalkur, die Strategie gewählt, die sich anderswo bewehrt hat:

Anfang der 90er kamen Trikotentwürfe abseits der Vereinfarben, dann der Stehplatzabbau, zur Jahrtausendwende die KG-Umwandlung und nun die Vermarktung des Stadionnamens – alles scheibchenweise und damit für die Masse verdaubar. Viele ältere mag das Prozedere an ihren Verein erinnern, aber eine Fanszene tauscht sich aus. Wer heute 22 ist, für den sind Montagsspiele etwas völlig Normales.

Salzburgs Fans hatten keine Zeit zur Anpassung.

Das mag man bedauern... oder sie dazu beglückwünschen. Denn unter allen Fanszenen, die auf die "Gegen-den-modernen-Fußball"-Kultur inschwenken, wurde es ihnen am leichtesten gemacht, den Worten Taten folgen zu lassen, den modernen Fußball konsequent zu widersagen. Werden Tough Guys, Union Ultra etc. für ihren schmerzhaftes "Entzug" vom lieb gewonnen Verein also zu den Märtyrern einer Bewegung?

Zumindest verdienen sie Anerkennung für die enormen Versuche, ihren Verein zu bewahren. Zudem: von allen durch kommerzielle Auswüchse bedrohten Fanszenen hat es bisher keine andere verstanden, eine derartige Lawine internationaler Solidarität loszutreten.

Man sollte die Daumen drücken, dass diese Szene mangels akuter Vereinslosigkeit nicht zerfällt. Andererseits: bleiben die Kräfte weiter so gebündelt, wird der Wunsch nach violetten Fußball in Salzburg nicht einschlafen. Dann wird es möglicherweise schon bald ein "Austria der Herzen" geben. Wer beim Spruchband "Die Austria wird Euch alle überleben" zwischen den Zeilen lesen kann, der ahnt: Wimbledon AFC muss kein Einzelfall bleiben. Es wäre ein logischer nächster Schritt, eine grandiose Wiederauferstehung, ein sympathischer Sieg der "ideologisch Verbohrten".


Krone, 29. Juli 2005

Nachgehakt


von Wolfgang M. Gran

Eigentlich sollte es das überfällige Durchgreifen gegen eine Handvoll Hooligans werden. Aber was Red Bull Salzburg mit den Stadionverboten gegen 57 Leute getan hat, missriet in einigen Fällen zur peinlichen Posse. Bei den Ausgesperrten sind unter anderem auch eine Frau, die seit 1994 nicht mehr in einem Stadion war, sowie die Mutter eines Fans, die Ihrem Sohn ein Abo geschenkt hatte.

Gerade in einer derart aufgeheizten Grundstimmung dürften den Vertretern der Klubführung solche Fehler nicht passieren. Denn sie sind Öl in das Feuer jener, die ohnehin nur nach Argumenten suchen, um ihre Entgleisungen zu beschönigen.

Dem überwiegenden Teil der echten Fans geht es aber um ganz was anderes: Dass eine Geschichte ausradiert und eine Seelenheimat zum Fun-Park umgestaltet wird, kann zur Verbitterung führen. Ein echtes Signal von Red Bull, eine neue Heimat zu anzubieten, ist bisher nicht gekommen.

Man hat violett-weiss als Vereinsfarben in den Statuten festgeschrieben – aber das ist nur ein gänzlich überflüssiges Placebo, wenn man nicht daran denkt, in diesen Farben auch aufzutreten. Man hat sich beim Gründungsdatum bedient, um die Lizenz für die Bundesliga zu bekommen, pfeift aber ansonsten auf die Geschichte der Austria.

Man hat bei Red Bull eines nicht bedacht: Dass Fußball eine Seele hat, die niemals durch bloße Inszenierung ersetzt werden kann. Die Bindung zum Fußball entsteht in den Herzen der Menschen und nicht in den Marketing-Abteilungen. Genau das macht es vielen so schwer, den neuen Weg mit zu gehen.

Die Presse, 19.Juli 2005, Seite 7

Literatur im Sport


von Egyd Gstättner

"Magna stat Magna Carta"
Ein Fußballverein steht für Menschen. Nie für das Produkt eines Konzern.

Allzu oft passiert es ja nicht dass ich mich mit Fans solidarisiere, weil sie ja ein Kürzel für Fanatiker sind, und Fanatismus richtet mehr Schaden als Nutzen an. Wenn sich Anhänger aber nicht kritiklos anhängen lassen, wenn sie sich nicht einfach irgendwo abhängen und anderswo wieder anhängen lassen, wenn sie auf die Herkunft und Tradition beharren, die sich in elementaren Dingen wie Namen oder Farben widerspiegelt, wenn sie also - wie jetzt in Salzburg - der Geschichtslosigkeit der Schwuppdiwuppmilliardäre widersetzen und dem Großkapital zum Trotz wie ihre Väter Austria heißen und violett tragen wollen, dann haben diese Fans meine Sympathie.

Weil Fußball der Baukasten der Wirklichkeit ist und das öffentliche, das Gesellschaftliche Leben schematisch darstellt, komplizierte Vorgänge und Zusammenhänge sehr vereinfacht und plastisch auf die Stadion-Bühne bringt, sollten neben den 22 uniformierten Litfass-Typen, den Trainern und Schiedsrichtern unbedingt auch noch ein paar Herren in Zivil mit fetten Brieftaschen auf den Rasen kommen und - mitten im Spiel - dem einen oder anderen Akteur mit Geldnotenbündeln Luft zufächern, sodass alle auf den Tribünen sehen können, wie sich der Spieler vor den Augen der Fans und Herzblütler sein Leiberl vom Leib reißt, das Trikot des Gegners anzieht und ohne die geringsten Skrupel augenblicklich in die andere Richtung stürmt.

Etliche Sportjournalisten haben die Salzburger Fans darauf hingewiesen, wo ihre Lieblinge, ihre Super-Salzburger ohne die Millionen ihres neuen Besitzers jetzt wären: In der 2.Liga! Ich aber sage: Na und? In der 2.Liga gibt es alles, was es in der 1.Liga gibt: Tribünen, Spieler, Spiele, Siege, Niederlagen, Hoffnungen und Ängste. Man kann eine Mannschaft auch in der 2.Liga unterstützen, sofern sie unter ihrem richtigen Namen spielt und die Spieler Dressen in den richtigen Farben tragen. Ein Fußballverein steht für einen Ort, für die Menschen, die dort leben, gelebt haben, leben werden - nie für Einzelne und nie für das Produkt irgendeines Konzerns.

Heute gilt die Regel: Wer das Gold hat, macht die Regel. Aufgestellt hat sie einer, der das Gold hat. Jetzt halten sich alle daran. Denen, die das Gold nicht haben, bleibt auch nichts anderes übrig. Zivilisatorisch betrachtet bedeutet der Satz einen Rückfall in die dunkle Zeit vor Magna Carta. Magna setzt sich über die Magna Carta hinweg! Auch wenn der Satz, dass der Goldbesitzer die Regel macht, mittlerweile in allen Lebensbereichen Realität ist, muss man am Stehplatz zum Megafon greifen und deutlich auf den Rasen hinunterbrüllen, dass dieser Satz unmoralsich & ekelhaft ist. Und eines Tages in den Geschichtsbüchern als abschreckendes Beispiel für unsere Gegenwart verwendet wird.
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